Home Books Off Topic: Die Misshandlung des Maskottchens

Off Topic: Die Misshandlung des Maskottchens

written by Lisa 3. Juli 2016

Wie aus einem ganz normalen Tag ein Horrorparadies wurde:

Da ich aktuell die Zeit zwischen Bachelor und Master ├╝berbr├╝cke, arbeite ich ein wenig im Bereich Promotion. Als ich also auf dem Weg zu meinem n├Ąchsten Job war, es ist zu sagen, dass es ungef├Ąhr 8 Uhr morgens war, und von der U-Bahn dahin laufe, l├Ąuft pl├Âtzlich ein junger Typ extrem nah an mir dran. Allein sowas ist mir ja schon unangenehm, wenn ich die Leute nicht kenne. Doch dann – ihr k├Ânnt es euch nicht vorstellen, holt er pl├Âtzlich etwas sehr intimes aus seiner Hose, um es mir zu pr├Ąsentieren. Ich habe ja keine Ahnung was mit den Leuten abgeht, aber von da an war mein Tag eigentlich im Eimer, denn das war einfach nichts, was man gerne sieht!

Na gut, trotzdem musste ich nat├╝rlich meinen Job erledigen. Ich habe beim Rewe Family Day gearbeitet, wo die etwas weniger bevorteiligten M├╝nchner mit ganzen Bollerwagen kommen, um dort ganze Pakete Chips, Nudeln, Schokolade und Marmelade zu kaufen und Goodies abzugreifen. Ihr m├╝sst euch das so vorstellen, dass sie zu den Promotern hingehen und fragen, was es denn bei ihnen gibt. Ich habe sowas echt noch nie erlebt.

Aber nun zum eigentlichen Thema. Ich habe bei Payback gearbeitet und war der Pointee, das Payback-Maskottchen (auf dem Bild oben links – s├╝├č oder?). Ich habe mich sehr schnell mit der s├╝├čen Karotte vom anderen Stand angefreundet, einfach weil sie genau so arm dran war wie ich. Wieso? Alsooooo….

Eigentlich ist es ziemlich witzig in so einem Kost├╝m zu stecken. Denn ┬ádu sieht so s├╝├č aus, du brauchst einfach nur einmal zu winken, und alle grinsen und winken zur├╝ck. Au├čerdem war ich sicherlich mit Abstand die am meisten fotografierte Person dort und auf uns├Ąglich vielen Snapchat Accounts vertreten. Viele Kinder wollten mir einfach nur die Hand sch├╝tteln, andere mich umarmen und ein paar am liebsten mitnehmen. Das Maskottchen Kost├╝m ist zwar abartig schwer und man schwitzt wie verr├╝ckt, aber so weit hat es Spa├č ┬ágemacht. Doch dann kamen die Assi Kinder (sorry, dass ich das so sagen muss):

Angefangen hat es mit kleinen Sp├Ą├čen wie sie Sch├╝tteln mir die Hand und dann aber so richtig fest und h├Ąngen sich an den Arm, nat├╝rlich beidseitig, sodass man fast das Gleichgewicht oder einen Handschuh verliert. Und glaubt mir, man will auf keinen fall das Gleichgewicht verlieren, denkt nur mal an einen Marienk├Ąfer ­čśë . Dann gab es noch die Kinder, die mir auf die F├╝├če getreten sind, einfach weil sie es lustig fanden – welche, die gegen mich gelaufen sind und welche die mich in den Hintern gepiekst haben (manche haben auch gegrabscht, das waren wohl eher die Erwachsenen, aber bei dem eingeschr├Ąnkten Sichtfeld kann man das nicht so genau sagen). Da denkt man sich doch schon, dass die Kinder null erzogen worden sind und die Eltern sich einen Sch*** k├╝mmern, was ihre Kinder so anstellen. An dieser Stelle muss ich sagen, ich liebe Kinder ├╝ber alles und meine Kollegen meinten sogar ich w├Ąre mehr als geduldig gewesen. Also es lag defintiv nicht an mir! Aber das schlimmste kommt ja erst noch!

Ihr┬ám├╝sst euch vorstellen, man tr├Ągt das Kost├╝m auf den Schultern und dem Kopf, da lastet das Gewicht und man sp├╝rt nat├╝rlich jede Ber├╝hrung dieser Au├čenh├╝lle. Wenn man also irgendwo dagegen st├Â├čt, tut das am Kopf richtig weh, weil der Sto├č 1:1 ├╝bertragen wird. So, es scheint irgendeine verr├╝ckt Unart zu sein, dass jeder zweite, der an so einem Maskottchen vorbei geht, einmal auf den Kopf draufhaut. Die Menschen gehen vorbei und hauen auf den Kopf drauf. Reihenweise. Klar machen das die Kinder nach. Und schon hauen mindestens 5 Leute pro Minute auf meinen Kopf. Und reden auch noch dar├╝ber, dass das Maskottchen das doch sicher nicht sp├╝rt und hauen zur Best├Ątigung noch paar Mal drauf. (Mit dem Kost├╝m kann man alles h├Âren, aber keiner versteht, wenn man etwas sagt -> A-Karte)

Es ist einfach unfassbar, wie wenig Gedanken sich die Leute machen. Sie k├Ânnen sich nat├╝rlich nicht vorstellen, dass jemand in diesem Kost├╝m ist und es dieser Person m├Âglicherweise wehtun k├Ânnte, wenn st├Ąndig jemand auf seinen Kopf haut. Und glaubt mir, das hat es – ich habe sicher ein paar Gehirnzellen verloren. Also hier an alle – haut niemals ein Maskottchen, was soll der Mist?

Insgesamt war das also der schlimmste Job, den ich je gemach habe, einfach weil die Menschen so extrem dumm sind und nicht ├╝ber das was sie und ihre Kinder machen, nachdenken!

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2 comments

Bonny 23. August 2016 at 23:33

Nein… was f├╝r ein schrecklicher Tag! Ich habe beim lesen f├Ârmlich mit dir gelitten (insbesondere bei der Aktion in der U – Bahn, da w├Ąre mein Tag auch im Eimer gewesen und ein normaler Mensch h├Ątte das nun wirlich nicht getan…), gleichzeitig musste ich aber auch herzlichen Lachen. Ich hoffe du nimmst es mir nicht allzu ├╝bel, aber ich glaube ich werde nun immer an deinen Beitrag denken m├╝ssen, sobald ich meine Payback – Karte in den H├Ąngen halte ;DD So ein s├╝├čes Maskottchen! *-*
Manche Menschen vergessen wohl, dass sich unter dem Kost├╝m ein Mensch versteckt und vergessen jede Art von Ber├╝hrungsangst :O
Aber immerhin war der Tag doch auch erfolgreich: Ein tolles Bild mit der ├ťberschrift *Freche Freunde* ;DDD

Liebe Gr├╝├če
Bonny (von ‚NureinBuch‘)

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Lisa 26. August 2016 at 6:05

Das freut mich sehr wenn du mich jetzt immer damit in Verbindung setzt ­čÖé

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